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Kulturell ist der Sinai durch die seit jeher dort lebenden Beduinen geprägt.
Das arabische Wort Bedu kommt von bidaya, was so viel wie Anfang bedeutet. Denn der Ursprung der arabischen Kultur liegt in der Wüste mit seiner traditionellen Lebensform dem Nomadentum.
Die Beduinen bezeichnen sich selbst auch als arab, Araber. Tatsächlich unterscheiden sich die Beduinen ethnisch und kulturell von den Festlandägyptern, da sie vor einigen hundert Jahren aus Saudiarabien in den Sinai eingewandert sind. Beduinen sind demnach arabische Nomaden. Im Allgemeinen versteht man darunter in Stämmen organisierte Gesellschaften, die aufgrund von Wassermangel und der Kargheit der Landschaft gezwungen sind mit ihren Herden umherzuziehen, um neue Weidegebiete aufzusuchen.
Neben dem Islam bestimmt jedoch die Stammeszugehörigkeit die kulturelle Identität der Beduinen. Ein Beduinenstamm setzt sich aus mehreren Großfamilien zusammen, welche Unterstämme bilden. Die Familie und die Solidarität innerhalb der Familie stehen im Mittelpunkt des sozialen Miteinanders. Innerhalb des Stammes gibt es keine starre Hierarchie oder einen Stammesfürsten, der seine Nachfolge erblich regelt. Statt dessen haben die Unterstämme und Großfamilien einen Repräsentanten, der die Interessen der jeweiligen Gemeinschaft vertritt und verhandeln muß.
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